Das sollte ein guter Kindergarten bieten

Junge Eltern stellen sich oft die gleiche Frage: Woran erkennt man eigentlich einen richtig guten Kindergarten? An den Erzieherinnen? An der Ausstattung? Oder am täglichen Programm? Die wichtigsten Kriterien, woran Sie eine gute von einer schlechten Kita unterscheiden können, haben wir einmal kurz zusammengestellt.

Dabei sind ein paar Punkte natürlich subjektiv geprägt, denn die verschiedenen Konzepte sind Geschmackssache. So gibt es zum Beispiel Bilinguale Erziehungsstätten, in denen die Kinder von Anfang an zweisprachig, zum Beispiel mit Deutsch und Englisch, „aufwachsen“. Über solche Ideen sind sich Eltern immer wieder uneinig, denn auf der einen Seite ist die sprachliche Bildung natürlich sehr wichtig, viele haben aber auch Angst Ihr Liebling wäre mit der Situation überfordert. Deshalb müssen Sie als Eltern die Vor- und Nachteile der verschiedenen Konzepte abwägen und klären, was für Ihr Kind die beste Variante ist. Diese Punkte sollten allerdings in keinem Kindergarten fehlen:

Ausreichend Platz

Wer selbst Kinder hat, der weiß, dass sie viel Platz zum Spielen brauchen. Deswegen gibt es ein paar ungeschriebene Gesetze, die Kitas befolgen sollten, damit die Kinder sich nicht in die Quere kommen.

  • Jedes Kind sollte ungefähr zwei Quadratmeter für sich zur Verfügung haben. Denn dann wird es weder in Ihrem Bewegungsdrang noch in seiner Phantasie beim Spielen eingeschränkt.
  • Außerdem sollte es Rückzugsmöglichkeiten geben. Denn auch die wildesten Jungs brauchen die Möglichkeit mal für sich allein zu sein. Am besten realisiert man das mit einer kleinen Kuschelecke, in der sich die Kleinen ausruhen können. Hier findet man auch nach einem Streit Unterschlupf
  • Auch der Auslauf im ganzen Haus wäre ein super Pluspunkt für den Kindergarten. Natürlich ist das nicht immer leicht zu realisieren, aber wenigstens sollte es einen großen Raum zum Sport machen, Laufen oder Bobbycar- Fahren geben.
  • Ebenso wichtig und wertvoll sind die Außenanlagen, denn die Sprösslinge sollten Ihre Freizeit so oft wie möglich draußen verbringen. Besonders schön ist dabei ein hauseigener Garten, denn dann lernen die Kinder die Natur kennen. Außerdem sollten Schaukeln oder ein Klettergerüst zur Verfügung stehen, sodass die Kinder sich austoben können.
  • Ausreichend Platz zum Essen ist natürlich ebenso nötig. Wenn die Kinder sich an einen kleinen Tisch drängeln müssen um zu Essen, ist Streit und schlechte Laune vorprogrammiert.

Nettes Personal

Das Personal ist eigentlich das A und O einer Kita, denn die Kinder brauchen feste Ansprechpartner und zugleich jemanden, der sie durch den Tag geleitet. Die Erzieherinnen sollten:

  • Ihnen persönlich sympathisch sein und gut auf Ihren Liebling zugehen können. Meistens merkt man nämlich schon beim ersten Treffen ob die Chemie zwischen Ihnen und der Erzieherin und vor allem zwischen dem Kind und der Erzieherin stimmt. Wenn Sie freundlich begrüßt werden und sofort Wohlfühlatmosphäre herrscht, ist das ein sehr gutes Zeichen.
  • nicht unterbesetzt sein. Im Durchschnitt sind ungefähr zwei Erzieherinnen für 25 Kinder „zuständig“, gerne dürfen es auch mehr sein. Individuelle Kinder benötigen ja auch individuelle Betreuung.
  • regelmäßige Sprechstunden für die Eltern anbieten. Die müssen natürlich nicht alle zwei Wochen sein, sondern dann wenn es im Kindergarten Neuerungen gibt oder sie über die Entwicklung der Kinder informieren wollen.

Der Alltag im Kindergarten

Die kleinen Knirpse brauchen einen festen Tagesablauf sowie klare Regeln. Eine Kindertagesstätte, in der sich die Kinder von morgens bis abends allein beschäftigen müssen, will wohl niemand haben. Deshalb gibt es auch da ein paar Grundregeln:

  • Sehr wichtig ist eine persönliche Begrüßung. Was für manche eine Selbstverständlichkeit ist, wurde in vielen Kindergärten oft bemängelt. Die Kleinen sollten morgens mit ihrem Namen begrüßt und auch später wieder verabschiedet werden. Dabei sollten sich die Erzieher Zeit nehmen und das Gefühl vermitteln, dass sich alle über den Besuch des Kindes freuen
  • Was für die meisten Eltern von besonderer Bedeutung ist, sind die Öffnungszeiten. Berufstätige müssen Ihr Kind oft von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr in die Kita schicken, manchmal sogar schon ab um 7.00 Uhr. Deswegen sollten Sie den Kindergarten Ihren Bedürfnissen anpassen, was sich natürlich nicht immer ganz leicht gestaltet. Auch wenn ein Kind mal später abgeholt wird, als geplant, sollte das kein Problem sein. Viele Kindergärten bieten Stempelkarten an, auf denen die „Überstunden“ verzeichnet werden.
  • Achten Sie beim ersten Besuch im Kindergarten auch unbedingt auf die Hygiene. Wo viele Kinder zusammentreffen, sollte es auch in jedem Raum sauber sein, da sonst die Gefahr von Infektionen droht.
  • Zeit zum Reden. Das benötigt jedes Kind, denn Kommunikation ist das Wichtigste in der Entwicklung des Kindes. Besonders, wenn das Kind gerade frisch im Kindergarten ist, sollte man ihm genügend Zeit geben all die Sorgen und wünsche zu äußern. In meiner Kindergartenzeit gab es zum Beispiel regelmäßig Stuhlkreise, in denen jedes Kind nacheinander von seinen Freizeiterlebnissen und Wünschen erzählen konnte.

Das richtige Spielen und Fördern der Kinder

Als letztes sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind nicht nur den ganzen Tag auf sich allein gestellt ist und quasi „rumsitzt“, sondern man sich ernsthaft mit ihm beschäftigt. Dazu gehören auf jeden Fall

  • sämtliche Möglichkeiten zum Basteln, Malen oder Bauen und natürlich viel Spielzeug. Für die Mädchen sollte es eine Puppenecke geben und für die Jungs ganz klassisch die Autoecke. Erzieherinnen sollten in jedem Falle die Kreativität und die Feinmotorik fördern. Auch Singen lockert die Atmosphäre auf und macht den Kleinen garantiert jede Menge Spaß.
  • Außerdem sollte die Kita von Zeit zu Zeit mit der Gruppe kleine Ausflüge machen, denn die Kinder sollen ja schließlich ihre Umgebung kennenlernen. Denn bei einem Ausflug zur Feuerwehr, zum Markt, zur Polizei oder zum Waldspaziergang sind garantiert alle Feuer und Flamme.
  • Als ebenfalls wichtigen Punkt sehen wir die Bewegung an. In Zeiten, in denen die Jugendlichen einen großen Teil ihrer Freizeit vor dem PC oder Fernseher verbringen, sollten wenigstens die Kleinsten jede Menge toben.

Mit dieser Liste ist das Ganz natürlich auf keinen Fall vollständig und jedes Elternpaar hat unterschiedliche Kriterien, auf die es besonders Wert legt. Unserer Meinung nach zählt am meisten der Grundeindruck, das heißt: Wie geht das Personal auf das Kind ein und welche Möglichkeiten werden ihm geboten. Natürlich spielt ebenso der Preis eine große Rolle, denn da gibt es sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Einrichtungen.

 

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2 Kommentare zu “Das sollte ein guter Kindergarten bieten”

  1. Welches Spielzeug für welches Alter? – Ein kleiner Ratgeber | Zeit, Spielzeug, Wochen, Alter, Damit, Kleinen | Kids-Family on Januar 6th, 2011 13:24

    […] und die Kinder können sich immer besser ausdrücken. Durch den Kontakt zu anderen Kindern im Kindergarten tauschen sie ihre Erfahrungen aus und diskutieren miteinander. Das ist wohl die wichtigste Phase, […]

  2. Arbeiten im Homeoffice on Januar 15th, 2011 15:02

    […] ihre Kinder betreuen müssen vorteilhaft. Die Arbeit kann erledigt werden, wenn die Kinder im Kindergarten oder in der Schule sind. Aber auch abends, wenn der Partner sich um die Kinder kümmern kann […]

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