Kinder im Netz überwachen. Aber sollten Sie es tun?

kids-family.deWenn soziale Netzwerke ermöglichen, Kinder aufzuspüren, und Mobbing auf Facebook immer mehr zunimmt, ist es nur verständlich, dass Eltern wissen wollen, mit wem ihre Kinder online verkehren. Neue Programme, die jeden Schritt ihrer Kinder im Netz überwachen, überschwemmen den Markt. Ab wann überschreitet diese Überwachung jedoch die virtuelle Grenze und wird zur Verletzung der Privatsphäre? Und wird sie überschritten, ist es zu entschuldigen?

Modernes Verständnis elterlicher Fürsorge?

Man kann nicht das Lesen von Tagebucheinträgen mit dem Verfolgen von Online-Aktivitäten oder Text-Nachrichten vergleichen. Das Internet ist anders als ein Tagebuch oder Briefe – diese sind und bleiben privat. Online gelten andere Regeln. Das Misstrauen gilt hier nicht dem Kind, sondern den neuen Medien. Eltern, die mit neuen Programmen das Online-Verhalten ihres Kindes beobachten, übertreten also nicht die Grenze hin zur Verletzung der Privatsphäre, sondern zeigen sich cyber-smart und nehmen Anteil am Leben ihrer Kinder.

Kontrolle statt digitaler Aufklärung?

Wichtig ist jedoch, dass sich Ihr Kind dieser Maßnahmen bewusst ist! Eltern, die Überwachungssoftware benutzen, dürfen dies nicht vor ihren Kindern verheimlichen, sondern sollten die Gründe für ihre Kontrolle aufdecken. Studien belegen, dass die besten Methoden, vor Gefahren zu schützen – online oder im wahren Leben – Gespräch, Aufklärung und das Aufzeigen von hilfreichen Verhaltensweisen in kritischen Situationen sind.

Schwatzen statt Schnüffeln!

„Die Grenze überschreiten“ kann von Fall zu Fall unterschiedlich aussehen – je nach Alter, Reife, Umfeld und Familiensituation des Kindes. So brauchen Kinder, die anfälliger sind für äußere Einflüsse, ggf. eine engere Kontrolle. Ziel ist es, dass Kinder verstehen, dass die elterliche Überwachung nur ein Zeichen ihrer Fürsorge ist. Verstehen Kinder die Beobachtung als Misstrauen seitens ihrer Eltern, ist es umso wahrscheinlicher, dass sie Strategien entwickeln, die Überwachung zu umgehen. Ein zweites Facebook-Profil oder ein alternativer Twitter-Account sind schnell eingerichtet.

Es ist wichtig, dass Ihr Kind Ihre Taten und Absichten richtig zu deuten weiß. Nur so wird es sich Ihnen zum Dialog öffnen und Ihre Besorgnis verstehen und anerkennen.

Foto: Through A Childs Eye von RLJ Photography NYC, CC-BY

 

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