Der Weg von Kindern zum aufgeräumten Zimmer

kinderzimmer,unordnungVom „Schweinestall“ zum sinnvoll aufgeräumten Kinderzimmer ist es für Ihre Kleinen wie für Sie oft ein mühsamer Weg. Zunächst hat der Nachwuchs seine eigenen Vorstellungen von Ordnung und später schlichtweg keine Lust mehr, die lästigen Aufgaben zu erledigen. Doch mit Durchhaltevermögen, den richtigen Maßnahmen und genügend Stauräumen erziehen Sie Ihr Kind zu einem selbständigen, ordentlichen jungen Menschen!

Ordnung verstehen lernen: das Vorschulalter

Tipp 1: Lassen Sie Ihre Kinder spielerisch erkunden, was Ordnung bedeutet!

Kleinkinder sind grundsätzlich nicht in der Lage, ihr Zimmer ohne Ihre Hilfe aufzuräumen. Sie lernen in einer für sie verwirrenden Welt langsam Strukturen zu erkennen und nachzuahmen. Während des Spielens – beispielsweise mit einem Würfel, bei dem runde Klötze in runde Löcher und eckige Klötze in eckige Löcher gesteckt werden sollen – erfassen Ihre Kinder ganz nebenbei, was Ordnung bedeutet.

Tipp 2: Zeigen Sie Ihren Kindern, dass verschiedene Behälter Unterschiedliches beinhalten!

Das Wichtigste ist, dass Kinder Spaß haben an dem, was sie tun. Räumen Sie also im Beisein und mit der Hilfe Ihres Nachwuchses nicht zu penibel auf. Verwenden Sie lieber wenige große als viele kleine Behälter für das Spielzeug und halten Sie Letzteres überschaubar. Jeder Gegenstand muss einen eindeutigen Platz haben. Farbige Aufbewahrungsboxen, die sich in gut und sicher in flexiblen Regalsystemen wie diesen verstauen lassen helfen Ordnung zu halten und gleichzeitig ein kindgerechtes Umfeld zu schaffen. Zusätzlich zu empfehlen ist es, Fotos vom jeweiligen Inhalt auf die Behälter zu kleben.

Tipp 3: Sprechen Sie freundlich und umfassend mit Ihren Kindern!

Geben Sie Ihren Kindern klare Anweisungen, aber formulieren Sie diese stets freundlich und in lockerem Ton. Zudem sollten Sie Ihre eigenen Handgriffe immer benennen: „Ich lege den Kran in die Autokiste“ oder „Schau, den Tennisball legen wir zum Schläger“. Auf diese Weise lernen Ihre Kleinen Zusammenhänge zu begreifen. Gleichzeitig erfassen sie den Sinn mehrerer Kisten und Regale.

Ordnung praktizieren lernen: das Schulalter

Tipp 4: Lassen Sie Ihren Kindern so weit wie möglich freie Hand!

Im Alter von fünf bis sechs Jahren verstehen Kinder in der Regel, was Ordnung bedeutet und wie Aufräumen funktioniert. Allerdings wehren sie sich gerne gegen das, was Sie ihnen beigebracht haben, und entwickeln ihre eigenen Ideen von Ordnung. Um die Entwicklung zur Selbständigkeit nicht zu unterminieren, sollten Sie Ihrem Nachwuchs so weit wie möglich freie Hand lassen. Greifen Sie nur in „Extremfällen“ ein, etwa, wenn Ihr Kind den Schreibtisch mit Tausenden von Legosteinchen schmückt. Wichtig: Den Kleinen muss jederzeit ausreichend Stauraum zur Verfügung stehen.

Tipp 5: Formulieren Sie klare Regeln!

Bei Grundschülern ist Aufräumen in erster Linie eine Sache der richtigen Absprache. Stellen Sie eindeutige Regeln auf: Wie oft wird aufgeräumt, wöchentlich oder jede zweite Woche? An welchem Tag wird aufgeräumt? Wie hat das Zimmer im aufgeräumten Zustand auszusehen? Seien Sie konsequent, aber nicht zu pingelig hinsichtlich der Anordnung verschiedener Gegenstände. Und: Belohnen Sie Ihr Kind nicht fürs Aufräumen – es soll erfahren, dass dem Schaffen von Ordnung ein Selbstzweck zugrunde liegt.

Tipp 6: Übernehmen Sie nicht die Aufgaben Ihrer Kinder!

So weit, so gut. Die Regeln stehen. Doch was ist, wenn sich die Kinder nicht an die Absprache halten? Keinesfalls sollten Sie Ihrem Nachwuchs entgegenkommen, indem Sie für ihn aufräumen! Nehmen Sie stattdessen eine Diskussion in Kauf und machen Sie auf energische, aber liebevolle Art klar, dass es wichtig ist, sich an die getroffene Vereinbarung zu halten.

Ordnung beibehalten lernen: die Pubertät

Tipp 7: Nehmen Sie sich weitestgehend zurück!

In der Pubertät lieben es Kinder meist, chaotisch zu sein. Sie lernen, ihre eigenen Strukturen zu schaffen, wollen sich ausprobieren und von Ihnen abgrenzen. Verzichten Sie darauf, zu meckern, zu nörgeln, zu sticheln – zu Ihrem Wohl. Halten Sie sich am besten vom Zimmer Ihrer Jugendlichen fern und vermeiden das Ordnungsthema als Gesprächsstoff.

Tipp 8: Vertrauen Sie auf den Effekt Ihrer bisherigen Erziehung!

Während dieses schwierigen Zeitraums bleibt Ihnen nichts, als darauf zu vertrauen, dass Ihre bisherige Erziehung in Sachen Ordnung langfristig Früchte tragen wird. Häufig relativiert sich der „Eigensinn“, sobald die extreme Phase der Persönlichkeitsfindung vorüber ist.

Tipp 9: Bestehen Sie auf Ordnung in Gemeinschaftsräumen!

Im eigenen Zimmer soll sich Ihr Teenie frei ausleben dürfen, so lange er mit seinem Verhalten weder sich noch andere beeinträchtigt. Machen Sie für Gemeinschaftsräume wie die Küche oder das Bad jedoch grundsätzlich klar, dass diese so ordentlich sein müssen, dass sich alle wohl fühlen.

Mit der richtigen Erziehung erkennen Ihre Kinder früher oder später sicherlich, wie praktisch es ist, Ordnung zu halten. Und, dass sinnvoll sortierte Behälter und Regale von großem Nutzen sind!

Foto: © sabine voigt – Fotolia.com

 

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    Es dauert nicht lange, schon ist aus dem Baby ein Kind geworden, das seinen eigenen Kopf hat – und diesen durchzusetzen versucht. Ob es der Wunsch nach neuem Spielzeug ist, dem Schulranzen, den der Klassenkamerad gerade geschenkt bekommen hat oder einem Paar Schuhe in ausgefallenen Farben. Was Sie dem Nachwuchs schließlich zugestehen, ist Ihre Entscheidung. Als Hilfestellung erhalten Sie hier von regelmäßigen Updates zu Neuigkeiten auf dem Markt der Kindermode über Spielzeug- hersteller bis zu Möbeln für das Kinderzimmer grundsätzliche Informationen zu allem rund ums Familienleben.