Was tun, wenn mein Kind in der Schule gemobbt wird?

Beleidigen, bedrohen, diffamieren – das ist das Ziel beim so genannten Cybermobbing. Die jüngsten Fälle zeigen es deutlich: Das Thema ist sehr ernst und gewinnt leider zunehmend an Bedeutung. Doch was, wenn das eigene Kind gemobbt wird? Wir geben Tipps für Opfer und Eltern.

Als seine Freundin im Internet als „Schlampe“ und „fettes Schwein“ bezeichnet wurde, stellt ein 17jähriger Junge aus Berlin die Täter zur Rede – doch es folgte keine Aussprache, 20 Jugendliche prügeln den Jungen krankenhausreif. Das ist natürlich eins der extremsten Beispiele, doch es zeigt, wie weit Cybermobbing gehen kann. Was ist Mobbing überhaupt?

Mobbing bezeichnet alle Handlungen, deren Ziel es ist, eine Person oder einen Mitschüler fertigzumachen. Das geschieht entweder auf psychischer oder körperlicher Ebene, oft auch auf beiden. Die Gründe sind vielfältig: andere Nationalität oder Religion, besonderes Aussehen oder Kleidung, Übergewicht, Untergewicht, Behinderungen – eigentlich so ziemlich alles, was den Mitschülern einfällt, um andere auszugrenzen und zu beschimpfen. Beim Cybermobbing geschieht das Ganze dann im Internet. Es gibt sogar Internetseiten, die sich auf das „Lästern“ spezialisiert haben, was natürlich sehr schnell in Mobbing ausartet. Doch was soll man tun, wenn das eigene Kind Opfer wird?

Selbstbewusstsein stärken!

Auf jeden Fall sollten Sie schon von Anfang an das Selbstbewusstsein Ihres Kindes aufbauen! Machen Sie Ihrem Kind klar, dass jeder Mensch einzigartig ist und es keine „schlechten“ und „guten“ Kinder gibt. Versuchen Sie Ihrem Kind beizubringen, dass es seine eigene Meinung klar sagen und auch mal andere Kinder kritisieren kann. So fällt es Ihrem Sprössling schon viel leichter, sich zu wehren.

Kommunikation ist alles!

Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es mit Ihnen über alles reden kann! Wenn Mobbing bzw. Cybermobbing-Fälle auftreten, sollte das Kind auf keinen Fall klein beigeben, sondern mit Eltern oder Freunden reden. Das machen viele Kinder jedoch nicht von allein, sodass es ratsam wäre, sich ab und zu mit den Lehrern der Kinder zum Gespräch zu treffen.

Die richtigen Ansprechpartner finden!

Viele Kinder wollen einfach nicht mit den Eltern über eine solche Situation reden. Eine Alternative kann ein/e Vertrauenslehrer/in sein, denn die hört sich die Probleme an und das Thema kommt in der nächsten Stunde zur Sprache. Wer ganz anonym bleiben will, kann sich ebenso Rat beim Kinder- und Jugendtelefon holen oder mit anderen Jugendlichen über das Mobbing reden. Außerdem kann ein guter Schulpsychologe auf der Seite www.schulpsychologie.de ausfindig gemacht werden.

Auf das Umfeld des Kindes achten!

Je nachdem wie alt Ihr Liebling ist, sollten Sie auch auf das Umfeld achten. Dazu zählen Freunde und Bekannte ebenso wie die Seiten im Internet, die Ihr Kind täglich besucht. Wenn also irgendetwas anders ist als sonst, kann ruhig nachgefragt werden. Da sollte bei den Eltern keine falsche Scheu herrschen.

Foto: Flickr / mediaparker (Ausschnitt)

 

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