Schulwahl: Welche ist die richtige für mein Kind?

Nach der Grundschule stellt sich für viele Kinder und Eltern die wichtige Frage der weiteren Schulwahl. Was ist das richtige für Ihr Kind – Gymnasium, Real- oder Hauptschule? Oder vielleicht sogar die Waldorfschule? Die Entscheidung ist schwierig.

Jedes Kind hat unterschiedliche Bedürfnisse und Fähigkeiten – die verschiedenen Schultypen orientieren sich daran und bieten auf die Kinder zugeschnittene Lernprogramme an. Deswegen sollten sie die Entscheidung für eine weiterführende Schule nicht daran festmachen, was die beste Freundin oder der beste Freund macht, sondern mit Ihrem Kind gemeinsam herausfinden, welche Vor- und Nachteile jeder einzelne Schultyp bietet.

Hier die Wichtigsten:

Die Hauptschule

In der Hauptschule wird in den 5. und 6. Klassen der Grundschulstoff intensiv wiederholt und vertieft. Die Kinder können in dieser Phase ihr Wissen ausbauen und neues Selbstbewusstsein entwickeln. Durch das langsame Arbeitstempo und die wenigen Hausaufgaben kommt jeder noch so langsame Schüler mit und kann jederzeit sofort Fragen stellen, wenn er etwas nicht versteht. Ab der 7. Klasse werden die Schüler in Grund- und Erweiterungskurse eingeteilt, die sich jeweils an den Leistungen orientieren.

Vom 8. Schuljahr an werden Schule und Beruf miteinander verknüpft, denn es gibt jede Menge Betriebspraktika und Schnuppertage. Auch wenn Praxis und Theorie gut gemixt sind, muss man zugeben, dass es Jugendliche mit Hauptschulabschluss auf dem heutigen Arbeitsmarkt sehr schwer haben. Aber: Etwa ein Drittel ist so ehrgeizig, dass es den Realschulabschluss erreicht.

Die Realschule

Die Realschule ist sozusagen besonders „lebensnah“, denn es werden verschiedene Kurse angeboten, die fürs Leben besonders nützlich sind (zum Beispiel Textverarbeitung, Elektronik, Textiles Werken etc.). Das Angebot ist an vielen Schulen so interessant, dass sie auch Schüler mit Empfehlung fürs Gymnasium besuchen. Auch in der Realschule gibt es Berufspraktika und Zwischenprüfungen, die immer wieder den aktuellen Wissensstand aufzeigen.

Das Gymnasium

Das Gymnasium ist natürlich immernoch die einzige Schulart, die zu einem Hochschulstudium berechtigt und genießt damit eine Sonderstellung. Natürlich ist es für viele Kinder sehr hart, da der Leistungsdruck – besonders durch das zukünftige verkürzte Abi – enorm hoch ist. Deswegen bringt es auch nichts, wenn man das Kind trotz anderer Empfehlung aufs Gymnasium schickt – nur in wenigen Fällen geht das gut! Wenn man jedoch einen tollen Abschluss erlangt, stehen Ihrem Kind so viele Berufe, Ausbildungen und Studiengänge zur Verfügung, dass sich die ganze Mühe in jedem Falle lohnt.

Dennoch muss man zugeben: Im Gymnasium lernt man zwar alles über die Photosynthese und die Kurvendiskussion, doch wie man einen Knopf annäht, müssen Sie Ihrem Kind allein beibringen. Das ist schade, denn das Gymnasium soll eigentlich ebenfalls auf die „Grundlagen des Lebens“ vorbereiten.

Die Waldorfschulen

Lange waren sie verpönt und alle meinten „Da lernt man nichts“. Das ist allerdings überhaupt nicht der Fall, denn in den rund 200 privaten Waldorfschulen kann man jeden erdenklichen Schulabschluss erlangen. Man kann 12 Schuljahre durchlaufen, ohne Sitzenbleiben. Der Lehrplan dieser Waldorfschulen orientiert sich an der Entwicklung der Kinder und ist stark von musischen, naturwissenschaftlichen und handwerklichen Unterrichtsstoffen geprägt. Nachteil ist hier, dass die Eltern die Waldorfschule selbst finanzieren müssen.

Egal wie Sie sich entscheiden: Überlegen Sie gut! Ein späterer Wechsel ist nämlich mit Strapazen für Sie und Ihr Kind verbunden. Ein ernst zu nehmender Rat ist die Empfehlung des jeweiligen Klassenlehrers, denn der kennt ihr Kind schon seit vier Jahren und kann es gut einschätzen.

Foto: Flickr / Wolfra

 

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